offener Brief an BGM K. Lauterbach

Bündnis für Datenschutz und Schweigepflicht

c/o Dr. Karen v. Mücke

Entenbachstr. 10

81541 München

Prof. Dr. Karl Lauterbach

Bundesminister für Gesundheit
Friedrichstraße 108
10117 Berlin
                                                                                                                      

Sehr geehrter Herr Prof. Lauterbach,

statt freiwilliger zentraler Datenspeicherung sensibler Patientendaten planen Sie und die Ampelregierung eine automatisch angelegte elektronische Patientenakte ePA für jeden Bürger (mit opt-out) einzuführen.

Dies ist ein Paradigmenwechsel, der vor seiner Einführung öffentlich diskutiert und der Bevölkerung ehrlich kommuniziert werden muss, mit Nennung aller Chancen und Risiken und aller möglichen Konsequenzen, auch für kommende Generationen. Wir Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen des Bündnis für Datenschutz und Schweigepflicht sowie 418 weitere Unterstützer:innen nennen in unserem offenen Brief verschiedene Kritikpunkte und möchten mit Ihnen gerne Lösungsmöglichkeiten diskutieren.

Das Gesundheitswesen in Deutschland braucht eine funktionierende Digitalisierung, die die Kliniken und Praxen nicht zusätzlich belastet, sondern uns die Arbeit erleichtert. Gute Forschung und Austausch von Daten muss besser möglich sein, aber eine pauschale Datenspende halten wir nicht für den richtigen Weg. Nicht die Gewinne der IT-Branche und der Gesundheitsindustrie dürfen Vorrang haben, sondern der Nutzen für Patient:innen und Anwendende.

Wir freuen uns auf einen konstruktiven Dialog mit Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Kollegin v. Mücke für das Kernteam des Bündnis für Datenschutz und Schweigepflicht

Dr. med. Karen v. Mücke

Internistin, Diabetologin

Entenbachstraße 10

81541 München

Tel: 089-653598

hier geht’s zum offenen Brief

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

NACH OBEN